56 Millionen Euro für fünf Länder

23.06.2026

Eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten hat grünes Licht gegeben, 56 Mio. Euro aus der Agrarreserve zu mobilisieren. Den Löwenanteil mit 30 Mio. Euro erhält Portugal, gefolgt von Rumänien mit 14,8 Mio., Zypern mit 4,6 Mio., Kroatien mit 4,4 Mio. und Slowenien mit 2,8 Mio. Euro. Das Geld soll Schäden durch Klima- und Wetterextreme kompensieren.

Fünf Mitgliedstaaten erhalten über 56 Mio. Euro aus der diesjährigen EU-Agrarreserve. Dafür hat eine Mehrheit der Mitgliedstaaten am Montag (22.6.) votiert. Davon sollen nach Kommissionsangaben allein 30 Mio. Euro nach Portugal überwiesen werden. In der Reihe der Begünstigten folgen Rumänien und Zypern mit 14,8 Mio. Euro beziehungsweise 4,6 Mio. Euro. Kroatien erhält 4,4 Mio. Euro, Slowenien 2,8 Mio. Euro.

 

Mit den Sonderbeihilfen aus der Agrarreserve sollen Landwirte unterstützt werden, die durch extreme Wetterereignisse erhebliche Schäden erlitten haben. Die Unterstützung richtet sich an Obst-, Nuss-, Wein-, Oliven- und Ackerbauern, aber auch Gemischtbetriebe mit Tierhaltung. Wie üblich kann das begünstigte Land die von Brüssel zugeteilten Gelder um bis zu 200% durch nationale Mittel aufstocken.

 

Gelder sollen Klima- und Wetterereignisse abfedern

 

Die EU-Kommission begründet die Auswahl damit, dass Landwirte in den betroffenen Ländern in den vergangenen anderthalb Jahren durch Wetterereignisse und Naturkatastrophen erhebliche wirtschaftliche Verluste erlitten hätten.

 

Sturm Kristin trifft Portugal

 

Besonders getroffen hat es demnach Portugal. Sturm Kristin suchte das Land zu Jahresbeginn 2026 heim. Heftige Regenfälle, Starkwind und Überschwemmungen haben der Kommission zufolge dort landwirtschaftliche Flächen und Infrastruktur zerstört. In der Folge sei es zu erheblichen Ernteausfällen gekommen.

 

Dürre und Hitzewellen in Rumänien

 

In Rumänien hätten eine schwere Dürre und wiederholte Hitzewellen zwischen Juni und August 2025 die Erträge bei Mais und Sonnenblumen dezimiert. In Zypern wiederum habe ab Mai 2025 anhaltende Dürre und extreme Hitze zu großen Ernteausfällen und dadurch zu höheren Futterkosten geführt.

 

Frost, Starkregen und Dürre in Kroatien und Slowenien

 

Im Frühjahr und Sommer 2025 habe es in Kroatien Frost, Starkregen und Dürre gegeben. Die Folge: Schäden bei Kulturen wie Obst, Weinreben und Zuckerrüben. In Slowenien wurde nach Kommissionsangaben durch Frühjahrsfröste die Apfelernte beeinträchtigt.

 

Bevor die Gelder ausgezahlt werden können, muss die EU-Kommission das Paket noch förmlich absegnen. Die Kommission weist darauf hin, dass die begünstigten Mitgliedstaaten unverzüglich Einzelheiten über die Umsetzung kompensierender Maßnahmen nach Brüssel melden müssen. AgE

zurück